Am 1. Mai auf die Straße, weil es an uns liegt, dass es nicht so bleibt, wie es ist. Die Politik stellt die Weichen in Richtung Aufrüstung, Krieg, Abstieg und Perspektivlosigkeit. Während die Bevölkerung die Lasten tragen soll, sprudeln die Profite der Bonzen weiter.
Anfang März wurde in Baden‑Württemberg gewählt; ändern wird sich für uns nichts, es geht weiter bergab: Preissteigerungen, Entlassungen, der Angriff auf den Acht‑Stunden‑Tag, Einschnitte in der Gesundheitsversorgung – die Liste ist lang. Dabei ist es kein Naturgesetz, dass es weiterlaufen muss wie bisher. Revolutionen in vielen Teilen der Welt haben das bewiesen. Das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und die Machtverhältnisse revolutionär zu verändern, ist keine utopische Träumerei, sondern die Lösung. Einfachere, gemütliche Lösungen für uns — Arbeiter:innen in den Kliniken, der Pflege, auf dem Bau, in der Industrie, als Angestellte in der Verwaltung und in der Praxis, Schüler:innen, Rentner:innen und Arbeitslose — für uns, die Arbeiter:innenklasse, wird es nicht geben. Die Herrschenden geben den Weg vor: scharf nach rechts; von AfD, CSU und CDU zu den vorgeblich so toleranten Grünen heißt das Regierungsprogramm Rassismus, Chauvinismus, Sexismus, Sozialabbau und Militarismus. Die Zeichen stehen auf Wehrpflicht und Kriegstüchtigkeit; dafür werden Milliarden verschleudert.
Der Kapitalismus steckt tief in der Krise. Die Hetze gegen andere, das Treten gegen die Schwächeren, das Streichen von Sozialem und Gesundheit sollen die Profite der Kapitalist:innen sichern. Wenn wir den Herrschenden unsere Zukunft überlassen, werden wir, wird unsere Klasse, teuer dafür zahlen:
- Der Nahe und Mittlere Osten droht im Feuer zu versinken; deutsche Außenpolitik und Kanzler Merz halten dem US‑Imperialismus und Israel im Krieg gegen den Iran die Treue; in Palästina geht der Genozid auch mit deutscher Unterstützung weiter.
- In Deutschland sind wir konfrontiert mit einer seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr dagewesenen militärischen Aufrüstung. Hunderte Milliarden werden der Kriegsindustrie zugeschoben und die Wehrpflicht wieder eingeführt.
- Die Rechte von Frauen und sexuelle Selbstbestimmung werden angegriffen; mit der reaktionären Formierung gehen patriarchale Gewalt und Unterdrückung einher. Faschist:innen drängen auf die Straße.
- Der groß verkündete Klimaschutz und die Energiewende sind längst über Bord geworfen. In der Zerstörung der natürlichen Ressourcen sehen die Kapitalist:innen nicht die Katastrophe, sondern neuen Profit.
Das Profitstreben, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen — durch wenige Reiche, Besitzende und Mächtige — raubt Millionen Menschen ihre Existenz. Ganze Städte und Landstriche werden in Schutt und Asche gelegt, Hunderttausende zur Flucht gezwungen, von Gaza über Beirut bis nach Teheran. Und der Krieg in der Ukraine ist mittlerweile im fünften Kriegsjahr. Mit NATO‑Waffenhilfe geht das Sterben an der Front weiter. Statt Friedensbemühungen wird der Feind – Russland – im Osten propagiert. Hierzulande sind aktuell ganz direkt die Folgen des Kriegs gegen den Iran spürbar; es ist jedoch nicht nur die Teuerung von Öl und Gas, sondern weltweit drohen Düngemittel und Rohstoffe knapp und teurer zu werden, mit dramatischen Folgen für Grundnahrungsmittel wie Getreide, Reis und Soja. Gleichzeitig bedroht die Klimakrise die Existenz von Natur und Millionen Menschen.
Die Frage ist: Sozialismus oder Barbarei. Es liegt an uns, diese Frage zu beantworten — kämpfen wir für eine Welt ohne Krieg und Ausbeutung. Stellen wir uns gegen Rassismus, Abschiebepolitik und nationalistische Hetze, gegen Sexismus und Patriarchat, gegen Aufrüstung und Militarismus, gegen die zerstörerische Macht der Banken und der Konzerne. Es ist der Kapitalismus im Ganzen, der uns keine Zukunft bieten kann.
Wie es ist, muss es nicht bleiben!
Für eine kommunistische, revolutionäre Perspektive.
Kurzaufruf:
Eine andere Welt ist möglich – kämpfen wir dafür!
Heraus zum 1.Mai – Demo 13 Uhr // Schwenningen Bahnhof
Sozialismus oder Barbarei — das ist keine altmodische Floskel, sondern 2026 die Realität unserer Zeit, und sie fordert uns zum Handeln auf.
Der Kapitalismus hat keine Antworten. Während Menschen in Armut versinken, die Miete nicht zahlen können und ihre Jobs verlieren, spricht die Regierung nur von der Rettung der Wirtschaft, nicht von der Rettung der Menschen. Im Klimawandel sehen die Kapitalist:innen nicht die Katastrophe, sondern möglichen neuen Profit durch Rohstoffe in der auftauenden Arktis. Die Selbstbestimmung von Frauen und erkämpfte Rechte werden angegriffen. Der Krieg wird als notwendig verkauft und zum Investitionsmotor. Und Migrant:innen werden zum Sündenbock erklärt. Unzufriedenheit in der Bevölkerung wird mit Überwachung und Polizei beantwortet. Dieses System ist makaber, grausam und führt in den Untergang.
Unsere Antwort heißt Sozialismus. Das bedeutet: Produktion nach gesellschaftlichem Bedarf, nicht nach Profit. Der von allen erarbeitete Reichtum dient dann auch allen und nicht Bonzenfamilien wie den Porsches, Quandts, Bezos und Musks. Es braucht einen revolutionären Bruch mit den alten Machtverhältnissen. Dann werden die Bekämpfung der Armut, sinnvolle Produktion, ein Leben in Selbstbestimmung und Solidarität statt nationaler Konkurrenz möglich. Dann kann eine friedliche Welt Wirklichkeit werden.
So wie es ist, muss es nicht bleiben! Heraus zum 1. Mai!
Offenes Beteiligungstreffen:
Das Jahr 2026 bietet bisher kaum Gelegenheit zum Durchatmen zwischen den Nachrichten über der Zuspitzung von Kriegen und Zerstörung quer über den Globus. Die Geschwindigkeit, mit der sich die kapitalistischen Krisen zeigen und verstärken, kann überwältigen und lähmen.
Es ist der größte Fehler, sich diesen Ereignissen einfach ohnmächtig zu beugen und den Kopf in den Sand zu stecken. Die Annahme, dass alles naturgemäß immer schlechter wird und es keinen Ausweg aus dieser Spirale gäbe, ist durch erfolgreiche Revolutionen in vielen Teilen der Welt widerlegt.
Der 1. Mai steht für das, was wir in diesen Zeiten brauchen: Kontinuität, Organisierung und eine Perspektive, die über all die kleinen, alltäglichen Schläge und Kämpfe hinausweist — die Perspektive, das kapitalistische System endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen: für den Kommunismus.
Wenn ihr die Demonstration und Aktionen rund um den 1. Mai in Villingen‑Schwenningen mitgestalten wollt, kommt zum offenen Beteiligungstreffen zum revolutionären 1. Mai.
Offenes Beteiligungstreffen zum revolutionären 1. Mai: Freitag, 17. April // Linkes Zentrum Schwenningen // Beginn 19:00 Uhr





